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Das für den 07.04.2020 um 19:00 Uhr geplante Digital-Café kann in der aktuellen Situation nicht in der gewohnten Form stattfinden. Stattdessen wollen wir zur selben Zeit virtuell zu einem Digital-Bier "Corona Spezial" zusammenkommen. Bei Interesse bitte melden, dann laden wir rechtzeitig mit den Zugangsdaten ein.

Die voraussichtlichen weiteren Termine unserer regelmäßigen Veranstaltungen in diesem Jahr sind:

  • Dienstag, 12.05.2020, ab 19 Uhr: Digital-Café in Freiburg
  • Samstag, 06.06.2020, 09-13 Uhr: S.D-Forum (online)
  • Dienstag, 07.07.2020, ab 19 Uhr: Digital-Café in Freiburg
  • Dienstag, 22.09.2020, ab 19 Uhr: Digital-Café in Freiburg
  • Samstag, 10.10.2020, 09-13 Uhr: S.D-Forum (online)
  • Dienstag, 08.12.2020, ab 19 Uhr: Digital-Café in Freiburg

Wir in Europa und in der Welt: Vereint in einer Gesundheits-Krise, wie es sie seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat. Doch in der Corona-Pandemie entstehen in ganz Deutschland und Europa (digitale) Initiativen der Solidarität: Mitmachen zählt, jeder und jede - hier nur eine kleine Auswahl ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit:

Statt sich durch Fake News kirre machen zu lassen, sind jetzt Infos aus verlässlichen Quellen gefragt:

Für datenschützendes und grundrechtssensibles Arbeiten, Kollaborieren, Familie & Freunde kontaktieren hat Digitalcourage eine spannende Liste an Tools aufgestellt. Bits&Bäume macht zu solchen Tools auch am Sonntag, 22.3.2020, um 16.30 Uhr einen Livestream. Und hier gibt es Infos, was Arbeitgeber in puncto Corona und Datenschutz beachten müssen.

Das zeigt auch: Es wäre in der Krise gerade nicht angebracht, aus Angst Grund- und Bürgerrechte auszusetzen, insbesondere auf Dauer. Datenschutz und Grundrechte sind gerade JETZT wichtig! Dem Versuch, Datenschutz und Gesundheitsvorsorge gegeneinander auszuspielen (wie zuletzt in der FAZ), stellen wir uns entschieden entgegen, in Schulterschluss mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten Ulrich Kelber und padeluun von digitalcourage.

Und: Nicht vergessen, dass die Welt auch vor vielen weiteren Herausforderungen steht! Ob Bolsonaro in Brasilien, die katastrophalen Zustände für Geflüchtete zwischen griechischer und türkischer Grenze, in Syrien, die Heuschrecken-Plage in Ostafrika...es gibt gerade jetzt viele Gründe, wachsam, solidarisch und aktiv zu sein, gerade und auch digital. Let's do it, we together!

Am Dienstag, 10. März 2020 findet unser zweites Digitalcafé diesen Jahres statt. Unser Mitglied Hendrik vom Lehn wird eine Einführung zu Web-Cookies geben und aktuelle Entwicklungen in der Regulierung von Cookies darstellen. Dies führt uns dann zu folgenden Fragen, über die wir gemeinsam diskutieren können:

  • Wer bezahlt für „kostenlose“ Online-Dienste?
  • Ist personalisierte Werbung im Netz erstrebenswert?
  • Ist es inzwischen selbstverständlich, dass man mittels Tracking im Netz verfolgt wird?
  • Sollten Nachrichtenportale ihre Inhalte nur gegen Bezahlung oder eine aktive Einwilligung in Tracking anbieten?
  • Was wäre, wenn es digitale Inhalte nur noch gegen Bezahlung gäbe und der kostenlose Zugang nicht mehr möglich wäre?
  • Brauchen wir eine GEZ fürs Internet?

Los geht es am Dienstag, den 10. März 2020 um 19:00 im aufLADEN in Freiburg (Stühlingerstraße 6). Um Anmeldung über diese Seite wird gebeten!

Nachtrag: Am Morgen des Veranstaltungstags hat Hendrik vom Lehn auch bei Radio Dreyeckland über das Thema berichtet. Das Interview kann hier nachgehört werden.

Das Digital-Café beschäftigt sich diesmal mit der Frage, ob Politik und Steuerung ausschließlich durch den Staat möglich ist. Wir werden sehen, dass Technologie eine der Herausforderungen ist, die grenzüberschreitende Fragestellungen aufwirft. Neue Formen von Regelsetzung und Steuerung entstehen und eigene Ausprägungen von Legitimation bilden sich heraus.

Nach einer kurzen Einführung durch unser Mitglied Florian Weckerle wollen wir gemeinsam einen Blick auf die netzpolitischen Institutionen und deren Legitimation werfen. Mitmachen und Diskutieren ist also ausdrücklich erwünscht!

Los geht es am Dienstag, den 14. Januar 2020 um 19:00 im aufLADEN in Freiburg (Stühlingerstraße 6). Um Anmeldung über diese Seite wird gebeten!

Eine Mitteilung in eigener Sache: Ab sofort sind wir als @Selbstb_Digital über Twitter erreichbar. Für eine Weile hatten wir eine Facebook-Seite, aber haben diese nicht ernsthaft mit Leben gefüllt und daher wieder abgeschaltet. Nun wollen wir auf Twitter aktiv werden, da wir uns hierüber interessante Kontakte mit anderen Organisationen erhoffen und zudem einige unserer Mitglieder schon auf Twitter aktiv sind.

Der von uns gewählte Zeitpunkt zum Start des Jahres 2020 erscheint nun etwas merkwürdig, da der für uns zuständige baden-württembergische Datenschutzbeauftragte Stefan Brink vor ein paar Tagen ankündigte, den offiziellen Twitter-Account seiner Behörde aufgeben zu wollen. Hintergrund sind rechtliche Bedenken, da zumindest für Facebook-Seiten inzwischen eindeutige Rechtsprechung existiert, welche die Betreiber solcher Seiten datenschutzrechtlich mit in die Verantwortung für Facebooks Handeln nehmen. Solange die Anbieter sozialer Netzwerke wie Facebook oder Twitter keine nach der DSGVO hinreichenden Vereinbarungen anbieten, dürfen sämtliche Organisationen in der EU eigentlich keine Social Media-Präsenzen betreiben.

Diese Rechtslage ist im Prinzip seit einem EuGH-Urteil aus dem Juni 2018 bekannt, wurde aber bislang durch die Aufsichtsbehörden nicht durchgesetzt. Auch ist nach wie vor unklar, ob dies nur in der speziellen Konstellation von Facebook-Seiten gilt oder auch auf andere Social Media-Präsenzen übertragbar ist. Da der baden-württembergische Datenschutzbeauftragte selbst einen Twitter-Account betrieb, konnte man sich quasi sicher sein, dass seine Behörde in Sachen Twitter nicht aktiv werden würde. Dies hat sich nun geändert.

Wir haben uns entschieden, dennoch an unseren Plänen, als Selbstbestimmt.Digital zu twittern, festzuhalten. Denn wie der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar in einem Blogbeitrag passend beschreibt, sind es die Anbieter sozialer Netzwerke, welche zur Verantwortung gezogen werden müssten und nicht deren Nutzer. In Zeiten, in denen die Nutzung sozialer Medien in breiten Teilen der Gesellschaft selbstverständlich geworden ist, wäre es fatal, wenn sich Behörden und Organisationen aus den sozialen Medien zurückzögen und so für Ihre Zielgruppe schlechter erreichbar wären. Daher halten wir an unserem Ziel, auf Twitter präsent zu sein, fest und warten erst einmal ab, bis die Rechtslage zum Betreiben von Twitter-Accounts eindeutig geklärt ist.

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) ist die (US-amerikanische) Bürgerrechtsorganisation für digitales Leben. Sie ist bekannt dafür, nicht nur zu reden, sondern Dinge zu tun. So wurde Software (und Apps) unter ihrem Dach geschrieben, etwa das Browser-AddOn "HTTPS Everywhere". Inzwischen haben die meisten Browser diese Funktion eingebaut.

Heute werden die Inhalte der meisten Webseiten verschlüsselt übertragen – dank "Let's Encrypt". Dahinter steckt allerdings Certbot – das Programm der EFF, welches die Vergabe der TLS-Zertifikate im Hintergrund automatisiert. Auch hier hat die EFF einen langen Atem bewiesen und dazu beigetragen, dass sich die Dinge nachhaltig verändert haben.

Der neueste Coup der EFF richtet sich an die Politik, da nur der Gesetzgeber die rechtlichen und somit auch ökonomischen Rahmenbedingungen bzgl. der Geschäfte mit Nutzungsdaten regeln kann. Wenig technik-affine Menschen wähnen sich bezüglich ihrer Nutzung von Online-Diensten immer noch(!?) in trügerischer Sicherheit oder haben schlicht kapituliert. Sei es, weil man "ja doch nichts ändern kann" (und die coole App unbedingt haben will) oder weil die Datenschutzerklärung (bewusst?) schlecht geschrieben und zu lang ist.

Im aktuellen Beitrag "Behind the one way mirror" erklären die Autoren, wie Tracking funktioniert und wer welche Interessen dabei verfolgt. Der Artikel ist nur in englischer Sprache verfügbar. heise hat allerdings heute kurz darüber berichtet. Falls Sie weitere Artikel zu Tracking finden, schicken Sie uns diese – wir ergänzen sie dann hier.

Selbstbestimmt.Digital startet ein neues Format in Freiburg: Das Digital-Café. Ab Dezember laden wir im Abstand von ungefähr zwei Monaten zum Digital-Café in Freiburg ein. Neben unseren größeren Aktionen, die inzwischen quer durch Deutschland stattfinden, wollen wir den Austausch vor Ort in Freiburg wieder stärker in den Fokus nehmen. Daher soll das Digital-Café, welches voraussichtlich immer dienstags ab 18:00 stattfinden wird, einen Rahmen zur Diskussion aktueller Fragestellungen der digitalen Selbstbestimmung, aber auch von mitgebrachten Themen bieten.

Der Zeitplan sieht wie folgt aus:

  • Ab 18:00 treffen sich diejenigen, die möchten, zum gemeinsamen Essen und informellen Austausch.
  • Um 19:00 gibt es einen Impuls zu einem aktuellen Thema, welches vorab angekündigt wird.
  • Im Anschluss kann dann zum Thema des Abends, aber auch zu mitgebrachten Themen diskutiert werden.

Am Dienstag, den 10. Dezember 2019 starten wir mit dem Thema „Gesundheitsdaten – Sticht das Forschungsinteresse den Datenschutz?“. Im Rahmen der Diskussion um das Digitale-Versorgungs-Gesetz gab es Anfang November viel Kritik an der Sammlung von Abrechnungsdaten zu Forschungszwecken. Dabei wurden vielfach Stimmen laut, die recht einseitig ein Verhindern der Forschung durch den Datenschutz oder einen Ausverkauf des Datenschutzes bei Nutzung der Daten sahen. Wir wollen etwas tiefer in die Thematik einsteigen, um gemeinsam etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Daher wollen wir uns beim Digital-Café diesen und weiteren Fragen widmen:

  • Was ist überhaupt Gegenstand des nun verabschiedeten Gesetzes und was ändert sich im Vergleich zur bisherigen Situation?
  • Wie sicher ist das geplante Vorgehen der pseudonymisierten Nutzung von Abrechnungsdaten?
  • Wie gewichtig ist das Interesse der Allgemeinheit an Forschungsdaten und darf die informationelle Selbstbestimmung des Einzelnen dahinter zurückstehen?
  • Ist es überhaupt so, dass man zwischen Forschungsdaten und Datenschutz entscheiden muss, oder dient der Datenschutz nicht vielmehr dazu, einen sinnvollen Umgang mit den Abrechnungsdaten zu finden?
  • Sollte es ein Widerspruchsrecht geben? Und wäre auch die freiwillige Nutzung von Daten eine sinnvolle Möglichkeit für die Forschung?
  • Wie sieht die Situation in anderen Ländern aus? Wie geht man dort mit der Thematik um?

Ort für das Digital-Café am 10.12.2019: Timeout Freiburg, Talstr. 9, 79102 Freiburg.

Um Anmeldung über diese Seite wird gebeten.

Seit 2018 beraten wir als Teil des Advisory Boards die Stadt Karlsruhe für die Bewerbung um den Titel "UNESCO Creative City of Media Arts". Nun, am 30. Oktober, gab die UNESCO Generaldirektion in Paris ihre Entscheidung bekannt: Karlsruhe hat den Titel bekommen und ist nun Creativ City of Media Arts - und damit UNESCO-Stadt!


Karlsruhe Media Arts RGB_____PNG, ©Stadt Karlsruhe

Wir gratulieren Karlsruhe zur Aufnahme in das weltweite Creative Cities Netzwerk. Wir als Bewerbungspartner freuen uns besonders, dass wir in Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen aus Kultur, Kreativwirtschaft, Forschung, Wissenschaft und der digitalen Open-Source-Szene sowie städtischen Gesellschaften und Dienststellen die UNESCO Generaldirektion in Paris überzeugen konnten.

Mehr Infos dazu gibt es in der Pressemitteilung der Stadt Karlsruhe sowie unter folgenden Hashtags:

#art #germany #digital #culture #unesco #karlsruhe #mediaart #bawü #visitkarlsruhe #mediaculture #unescocityofmediaarts #cityofmediaarts

#KarlsruheIstMedienkunst –#MedienkunstIstKarlsruhe

Es war seit unserer Gründung 2015 die bislang größte Ehrung unseres Engagements, die wir als S.D erhalten haben: Auf Vorschlag der Robert Bosch Stiftung waren wir zum Bürgerfest des Bundespräsidenten am 30. August 2019 auf Schloss Bellevue eingeladen, zusammen mit rund 4.000 anderen Bürgerinnen und Bürgern, die, so wörtlich in der offiziellen persönlichen Einladung, "das Ehrenamt in herausragender Weise mit Leben erfüllen".

Neben wunderbaren Köstlichkeiten aus den Gastländern Finnland und Nordrhein-Westfalen durften wir spannende Musik und Podiumsdiskussionen zu Bildung im 21. Jahrhundert erleben, sowie eine atemberaubende Licht-, Musik- und Lasershow zum Abschluss. Doch ganz besonders bereichernd war der Austausch mit anderen engagierten Menschen und Organisationen, die uns in unserem Tun und wir sie in ihrem inspiriert haben: Neben dem Deutschen Trachtenverband, Freiwilliger Feuerwehr und DLRG waren dies insbesondere der Kinderschutzbund Bundesverband, Wikimedia Deutschland und vor allem: das engagierte Team ehrenamtlicher Data Scientists von Correlaid.

So war es schließlich ein kleiner, aber feiner Sahnetupfen, als wir mit einer Mitarbeiterin des Bundespräsidenten in Kontakt kamen, die uns mit dem zuständigen Ressort rund um Digitalisierung in Kontakt bringen möchte. "Vertraut den neuen Wegen" ...

DANKE für diese Ehre und Inspirationen, DANKE an alle im Team von S.D und DANKE an alle unsere Partner-Organisationen, Freund_innen und Unterstützer_innen! So arbeiten wir gerne weiter: für eine menschenwürdige, demokratische digitale Gesellschaft!

Einige Impressionen:

Video zur Abschluss-Show