Die von Jens Gutsche und Jonas Vollmer in Kooperation mit dem ZKM im Rahmen der Ausstellung Open Codes II organisierte Diskussion zur Künstlichen Intelligenz mit Bürgern und Experten aus Forschung, Politik und Religion war ein voller Erfolg. Dies bestätigten sowohl die Besucher als auch die Experten.

Das Motto "Chancen und Risiken für die Aus- und Weiterbildung 4.0" wurde teilweise überlagert von der diffusen Angst von der "Künstlichen Intelligenz". Dabei bedeutet "Intelligence" im Englischen nicht "Intelligenz" im deutschen Wortsinn, sondern beschreibt vor allem die Kombination von Daten.

Nach einer Begrüßung stellten die Referenten sich und ihre Sicht auf "KI" in Kurzvorträgen vor. Die Moderatoren starteten mit einigen kritischen Fragen und versuchten, das Thema Bildung in der zweiten Hälfte stärker in den Fokus zu rücken.

Die gewählte Fishbowl-Methode erwies sich als hervorragend geeignet. So sagte Saskia Esken am Abend: "Veranstaltungen dieser Art müssen wir öfter machen - nur so erreichen wir die Bürger und können offen über Ängste und Chancen reden."

Wir bedanken uns herzlich bei allen Besuchern, bei Fr. Esken (MdB), Dr. Meier (Ev. Akademie Baden) und Prof. Dr. Igel (Forschungszentrum KI, Berlin) für die ihre Zeit, bei Barbara Kiolbassa für die Unterstützung bei der Organisation und die tollen Fotos und beim ZKM für die umwerfenden "Räumlichkeiten" mitten in der Ausstellungsfläche:

Begrüßung im OpenHUB mit Infostand
Foto: Selbstbestimmt.Digital
Fishbowl-Diskussion auf Augenhöhe: Sitzanordnung in konzentrischen Kreisen
Foto: ZKM
Angeregte Diskussion auf hohem Niveau
Foto: ZKM

Am 14. Oktober könnt ihr im ZKM in Karlsruhe ein demokratisches Streitgespräch führen: "Künstliche Intelligenz - der Schlüssel für die Arbeitswelt von morgen?"

Am 27. September waren wir mit dem Film DEMOCRACY in Berlin, und zwar im Rahmen der Privacy Week Berlin 2018. Mit dabei: Digitale Gesellschaft e.V., die Berliner Landeszentrale für politische Bildung und Regisseur David Bernet!

DSGVO und Datenschutz ganz praktisch? Am 20. September haben wir dazu eine "Frag-mich-alles"-Session auf dem Festival der Zivilgesellschaft der Robert Bosch Stiftung in Erfurt gestaltet.

Von 21. - 24. September haben wir auf der Freedom not Fear 2018 in Brüssel folgendes Thema präsentiert: "Empowering people by public screening? On film projects, fishbowl methods and artificial intelligence".

Wir freuen uns auf den Oktober, gerne mit euch ...

... und eurer Unterstützung gegen den Überwachungsausbau in Mannheim!

Am Dienstag den 21.8.18 hatten wir auf dem Platz der alten Synagoge einen kleinen Infostand. Rückblickend ein paar Worte zum Hintergrund, sprich was wir dort ausgestellt hatten und warum.

Ausgelegt hatten wir eine kleine Sammlung von Fakten zur Sicherheitslage in Deutschland. Das war uns wichtig, da wir den Eindruck haben, dass es in Deutschland eine zunehmende Diskrepanz zwischen der gefühlten Sicherheit und der realen Sicherheitslage gibt, sodass sich in einem der sichersten Länder der Welt viele Leute bedroht fühlen. Die Fakten aber zeigen, dass Deutschland weder unsicherer ist als früher noch unsicherer ist als andere Länder.

Die Sicherheit ist Rechtfertigung für den Ausbau der Überwachung der Bürger. Ein Beispiel hierfür ist die Kameraüberwachung. Auch hierzu hatten wir Fakten gesammelt, wie z.B. eine Karte mit den Überwachungskameras in Freiburg. In der Freiburger Innenstadt gibt es über 200 Überwachungskameras - die Kameras in den Geschäften und den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mitgezählt. Und davon, dass jedes Smartphone eine Kamera hat, mal ganz zu schweigen. Es ist als auch heute schon in den Städten unmöglich, sich unbeobachtet von A nach B zu bewegen. Dennoch gibt es Ansätze die Kameraüberwachung weiter auszubauen, beispielsweise in Mannheim oder durch Versuche zur automatisierten Gesichtserkennung in Berlin. Hierzu hatten wir einen Versuch aufgebaut, der aus einer Webcam und einer Software zur Gesichtserkennung bestand. Ziel war es, den Freiburgern einen Eindruck davon zu vermitteln, was (automatisierte) Videoüberwachung eigentlich bedeutet. Wir sind gegen automatisierte Kameraüberwachung, weshalb wir einen entsprechenden offenen Brief gegen den Überwachungsausbau in Mannheim mit unterzeichnet haben.

Ein anderes Beispiel für unverhältnismäßige Maßnahmen im Namen der Sicherheit ist die Verschärfung der Polizeigesetze in Deutschland, insbesondere in Bayern. Nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen aus der NS-Zeit sollte die Polizei in der Bundesrepublik erst bei konkretem Verdacht tätig werden und eben nicht willkürlich und grundlos. Dieser Grundsatz wurde im Namen der Terrorbekämpfung aufgeweicht. Die Polizei durfte bei den sogenannten Gefährdern auch präventiv tätig werden. Dies wird nun, etwas vereinfacht ausgedrückt, auf die gesamte Bevölkerung ausgedehnt - und dies, obwohl es in Deutschland nicht mehr Anschläge gibt als früher. Man muss den Eindruck gewinnen, dass die Regierenden inzwischen jeden als Gefährder betrachten. Wir rufen zum Widerstand dagegen auf. Nähere Informationen finden sich z.B. hier.

 

Die ganze Materie ist kein einfaches Thema, weshalb wir uns um so mehr über die vielen guten Gespräche am Stand und die positive Resonanz gefreut haben.

 

Am Dienstag, 21. August '18, haben wir mit unserem Stand in der Innenstadt Freiburgs über automatisierte Videoüberwachung aufgeklärt - das große Interesse unter den Passanten hat uns sehr gefreut und bestärkt. Unser Resümee gibts hier (oder einfach runterscrollen...).

Wir bleiben an aktuellen Entwicklungen dran: So wenden wir uns zusammen mit der Humanistischen Union Baden-Württemberg gegen die Pilotprojekte zur Ausweitung der Videoüberwachung in Mannheim: Wir haben den Offenen Brief des Grünen Ortsverbands Neckarstadt (Kreisverband Mannheim) an die Stadt Mannheim mit unterzeichnet. Auch ihr könnt dabei sein - setzt ein Zeichen gegen Überwachung und unterschreibt den Offenen Brief im Petitionsformat! Echte Sicherheit und wahre Freiheit für alle im öffentlichen Raum kann nur durch mehr Beleuchtung, gepflegte Innenstädte und Plätzesowie mehr Polizeipräsenz und nachhaltige Sozial- und Präventionsarbeit gelingen. Denn Kriminalität hat soziale Ursachen, die man an der Wurzel anpacken muss statt an den Symptomen herumzuexperimentieren. Und ja, ein genauer Blick auf die aktuelle Kriminalitätsentwicklung in Deutschland und seinen Städten hilft auch sehr dabei, Augenmaß und Ruhe zu bewahren...

Wie der Ausbau der Überwachung des öffentlichen Raumes zudem unsere Demokratie dauerhaft zerstören kann, zeigt Alexander Lehmans Video "Wir lieben Überwachung!" in knapp sieben Minuten ironisch und tiefgründig. Absolut sehenswert!

Automatisierung und Künstliche Intelligenz thematisieren wir übrigens nicht nur in puncto Überwachung, sondern auch im Kontext der Arbeitswelt - mit einem demokratischen Streitgespräch zwischen Experten und Publikum am 14. Oktober im ZKM in Karlsruhe. Nähere Infos gibts auch unter dem Reiter "Veranstaltungen" auf unserer Seite hier. Seid willkommen, auch in Karlsruhe!

So lautet der Titel eines Infostandes, der am 21.8.18 zwischen 14:00 und 18:30 vor dem KG2 Ecke Bertoldstr. stattfinden wird.

Im Deutschland dieser Tage, werden durch die Politik diverse Dinge vorangetrieben, die die Sicherheit verbessern sollen. So wird beispielsweise die Kameraüberwachung ausgebaut und durch die automatisierte Bildauswertung eine neue Dimension der Überwachung eröffnet. Ebenso werden die Polizeigesetze in den meisten Bundesländern verschärft. Das Erste geht zu Lasten der Privatsphäre, das Zweite zu Lasten der Bürgerrechte. Wir werfen daher die Frage auf, ob Deutschland wirklich so unsicher ist, als das dies gerechtfertigt wäre. Zeigt nicht die Kriminalstatistik, dass in 2017 in Deutschland so wenig Straftaten wie zuletzt vor 26 Jahren begangen wurden?

Interessierte sind herzlich eingeladen unseren Stand zu besuchen und mit uns zu diskutieren.

Die Einführung der Datenschutzgrundverordnung vor einem Monat haben wir als Verein mit Vorträgen und der Vorführung des Dokumentarfilms Demoracy begleitet. Durch unseren Fokus auf digitale Bürgerrechte, haben wir natürlich vor allem die Vorteile und neuen Möglichkeiten für Verbraucher im Blick.

Das Medienecho rund um das Inkrafttreten der Anwendbarkeit der neuen EU-Verordnung war jedoch sehr durchmischt. Neben den gestärkten Rechten für die Nutzerinnen und Nutzer von Online-Diensten stand die Verordnung auch als zu kompliziert und Gefahr für kleine Unternehmen in der Kritik. Eine sehr pointierte Kritik liefert beispielsweise dieser Beitrag der ZDF Sendung aspekte. Dort vertritt der Blogger Enno Park die These, dass durch die rechtliche Unsicherheit kleinere Plattformen aus dem Internet verschwinden werden und eine noch stärkere Konzentration auf den großen Plattformen wie Facebook stattfinden wird.

Wir wollen uns der Diskussion stellen und gemeinsam erörtern welche positiven, aber auch negativen Effekte die neue Datenschutzverordnung haben könnte. Dazu laden wir am Donnerstag den 28. Juni 2018 ab 19:00 zu unserem Stammtisch ins Timeout Freiburg (in der Talstr. 9) ein.

Es ist überwältigend: 240 Menschen haben wir in den letzten zweieinhalb Wochen mit unserem Kino-Projekt alleine schon in Freiburg und Südbaden erreicht und mit ihnen DEMOCRACY und die DSGVO diskutiert. In fünf Zeitungsartikeln und mehreren Veranstaltungsmeldungen ging es darum, ebenso in zwei Interviews (Radio Corax und Radio Dreyeckland).

Nun schlagen wir im Rahmen der bundesweiten Aktionstage Netzpolitik & Demokratie 2018 die Brücke durch die ganze Republik in unsere Bundeshauptstadt: Am 7. Juni, um 19 Uhr, zeigen und diskutieren wir DEMOCRACY und den neuen EU-Datenschutz in der Berliner Landeszentrale für politische Bildung. Mit dabei sind Digitale Gesellschaft e.V., #wastun gegen Überwachung und der Regisseur von DEMOCRACY, David Bernet!

Wer also am 7. Juni in Berlin ist und schon immer einmal mit dem Macher des Films und kompetenten ExpertInnen aus der Berliner Netzpolitik ins Gespräch kommen wollte - hier ist die Chance, herzlich willkommen!

Diesen Monat ist die Datenschutzgrundverordnung in aller Munde. Wahrscheinlich hat so gut wie jede_r in den letzten Wochen unzählige E-Mails und Briefe erhalten, in denen auf die aktualisierten Datenschutzbestimmungen des ein oder anderen Anbieters hingewiesen wird. Bei den Unternehmen scheint das "Datenschutz-Update" der EU also angekommen zu sein. Aber was heißt das für mich als Nutzer_in? Welche Rechte habe ich eigentlich und was ist neu?

Darüber informiert Hendrik vom Lehn von Selbstbestimmt.Digital in einem Vortrag bei der Evangelischen Studierendengemeinde am Mittwoch, den 16.05.2018 um 20:00. Veranstaltungsort: ESG Freiburg, Turnseestr. 16, 79102 Freiburg.

Die Digitalisierung ist ein Prozess, der nahezu alle Lebensbereiche betrifft, so auch Vereinsleben und ehrenamtliches Engagement. Dies hat die Stadt Freiburg zum Anlass genommen, zu diesem Thema zu einer offenen Diskussionsrunde einzuladen. Ein Ansatz, den wir durch unsere Teilnahme gerne unterstützen.

Termin03.05.2018 19:30-22:00
OrtFreiburger Zentrum für Engagement
Schwabentorring 2
Link/ AnmeldungHomepage Stadt Freiburg

Es wird um Anmeldung bis zum 28.4. gebeten.