© farbfilm verleih

Ab dem 25. Mai 2018 muss die Datenschutzgrundverordnung, das neue Datenschutzgesetz der EU, angewendet werden. Als Verein, der sich für Bürgerrechte im digitalen Raum einsetzt, wurden wir in den vergangenen Monaten oft hierauf angesprochen und haben bei vielen Gelegenheiten hierüber diskutiert. Passenderweise gibt es einen tollen Dokumentarfilm, welcher die Entstehung des Gesetzes samt Lobbying der Industrie zeigt. Da das Thema aktueller denn je ist, wollen wir den Film noch einmal den Menschen in unserer Region zeigen und darüber ins Gespräch kommen.

Unsere Daten sind die Währung unserer Zeit, mit der fast alle Dienstleistungen des Internets bezahlt werden. Kein Wunder also, dass sich die Verhandlungsführer der EU einer der größten Lobbykampagnen von Industrievertretern gegenübersahen, als sie die EU-Datenschutzgrundverordnung im Jahr 2015 verhandelten. Dieses Gesetz hat weitreichende Auswirkungen darauf, wer Zugriff auf unsere persönlichen Daten bekommt und was internationale Konzerne damit tun dürfen. Es muss ab Mai dieses Jahres angewendet werden.

Der Dokumentarfilm DEMOCRACY – Im Rausch der Daten bietet spannende Einblicke in die „Hinterzimmer“ der EU und zeigt damit auf noch nie dagewesene Weise, welcher Lobbygewalt sich die EU-Politik gegenübersieht. Indem der Film die Politiker Jan Philipp Albrecht und Viviane Reding bei den Verhandlungen begleitet, zeigt er die Kräfte einer politischen Auseinandersetzung hautnah und in anschaulicher Weise. Keine trockene Demokratietheorie, sondern Politik im Format eines Thrillers!

DatumOrtKinoReferentenEintritt
Mo. 14.05. 20:00Freiburgaka-Filmclub der Uni FreiburgHendrik vom Lehn (S.D.)1,50 Eur (plus Mitgliedschaft des aka-Filmclub)
Mo. 14.05. 20:00KenzingenLöwen-LichtspieleOlav Seyfarth (S.D.)Eintritt frei dank unserer Sponsoren!
Do. 17.05. 19:30Titisee-NeustadtKrone-TheaterOlav Seyfarth (S.D.)Eintritt frei dank unserer Sponsoren!
Fr. 25.05. 20:00
Achtung Terminänderung!
DonaueschingenCinebaarGerhard Krumm (S.D.)Eintritt frei dank unserer Sponsoren!
Fr. 25.05. 20:00Bad KrozingenJOKI-KinoHendrik vom Lehn (S.D.)Eintritt frei dank unserer Sponsoren!
So. 27.05. 16:30EmmendingenCineMajaOlav Seyfarth (S.D.) & Landeszentrale für politische BildungEintritt frei dank unserer Sponsoren!
So. 27.05. 19:30FreiburgKoKiJonas Vollmer (S.D.) & Landeszentrale für politische BildungEintritt frei dank unserer Sponsoren!
Die folgenden Partner unterstützen uns bei diesem Projekt:
Robert Bosch Stiftung
Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands e.V.
Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau
Des weiteren danken wir dem farbfilm verleih, den beteiligten Kinos (Cinebaar, CineMaja, JOKI-Kino, KoKi, Krone-Theater, Löwen-Lichtspiele), sowie dem aka-Filmclub der Uni Freiburg. Ohne die großzügige Unterstützung all dieser Kooperationspartner wäre dieses Projekt nicht möglich!

Diesen Monat ist die Datenschutzgrundverordnung in aller Munde. Wahrscheinlich hat so gut wie jede_r in den letzten Wochen unzählige E-Mails und Briefe erhalten, in denen auf die aktualisierten Datenschutzbestimmungen des ein oder anderen Anbieters hingewiesen wird. Bei den Unternehmen scheint das "Datenschutz-Update" der EU also angekommen zu sein. Aber was heißt das für mich als Nutzer_in? Welche Rechte habe ich eigentlich und was ist neu?

Darüber informiert Hendrik vom Lehn von Selbstbestimmt.Digital in einem Vortrag bei der Evangelischen Studierendengemeinde am Mittwoch, den 16.05.2018 um 20:00. Veranstaltungsort: ESG Freiburg, Turnseestr. 16, 79102 Freiburg.

Die Digitalisierung ist ein Prozess, der nahezu alle Lebensbereiche betrifft, so auch Vereinsleben und ehrenamtliches Engagement. Dies hat die Stadt Freiburg zum Anlass genommen, zu diesem Thema zu einer offenen Diskussionsrunde einzuladen. Ein Ansatz, den wir durch unsere Teilnahme gerne unterstützen.

Termin03.05.2018 19:30-22:00
OrtFreiburger Zentrum für Engagement
Schwabentorring 2
Link/ AnmeldungHomepage Stadt Freiburg

Es wird um Anmeldung bis zum 28.4. gebeten.

 

Ab Mai diesen Jahres muss das neue Datenschutzrecht der EU angewendet werden. Neben den empfindlichen Bußgeldern welche vielfach diskutiert werden, gibt es auch einige Neuerungen welche Bürgern helfen sollen ihre Rechte gegenüber internationalen Konzernen besser durchzusetzen. Hierzu informieren wir in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Freiburg im Rahmen eines Vortrags: am Donnerstag den 19. April 2018 um 19:30 Uhr, im Untergeschoss der Stadtbibliothek Freiburg, Münsterplatz 17.

2018 ist noch relativ jung, die Vorsätze haben allen Raum zur Entfaltung. Mehr digital selbst bestimmen, die eigene Privatsphäre und Würde mehr in die Hand nehmen? Kein Problem! Denn eine ganze Reihe von Feiertagen in den nächsten Wochen bieten dazu Anlass: Heute (28. Januar) ist Europäischer Datenschutztag, die europäische Auflage des International Data Privacy Day. Und am 6. Februar ist Safer Internet Day, ein internationaler Feiertag mit vielen Angeboten.

Ganz praktisch? DAS wird u.a. in der Schweiz gemacht. Wenn ihr gut verständliche Infos und Aktuelles rund um Daten und Privatsphäre sucht, seien euch der fluter , netzpolitik.org, heise.de und die Videos vom letzten Chaos Communication Congress (34C3) in Leipzig empfohlen. Vorschläge für die politische Gestaltung von Digitalisierung und Privatsphäre findet ihr u.a. bei EDRi und bei unserem Partner Digitale Gesellschaft e.V.Digitale Selbstverteidigung schließlich könnt ihr mit uns, Selbstbestimmt.Digital e.V., lernen, auf Cryptoparties, z.B. beim Chaos Computer Club Freiburg, oder auch bei Jens Glutsch in seiner Manufaktur.

In diesem Sinne: Herzlich willkommen in 2018!

 

Die vorletzte Dezemberwoche starten wir mit gemischten Gefühlen aufgrund wichtiger Nachrichten. Einerseits gehen die USA gegen die Netzneutralität vor, was netzpolitik.org und heise.de als fundamentale Gefahr für die Freiheit des Internets sehen. Das ZDF relativiert hier. Andererseits gab es einen echten Erfolg gegenüber der Metadaten-Speicherung des BND. Ist das Glas also halb leer oder halb voll? Klar ist: In puncto Netzneutralität (siehe auch unseren Beitrag) gilt es zu verhindern, dass das Glas komplett ausgeschüttet wird. Weder in den USA, noch in Europa.

Nach den Kaskaden an Überwachungsgesetzen und dem Kleinreden von Freiheit, Bürgerrechten und Datenschutz während der letzten Regierungsjahre der Großen Koalition ist es nun Zeit für einen Neuanfang. Mit über 30 anderen ErstunterzeichnerInnen wenden wir uns an die FDP und die Grünen, damit eine Kehrtwende für eine menschenwürdige digitale Gesellschaft startet: nicht, um "Datenschätze zu heben", sondern um Digitalisierung selbstbestimmt und in Achtung unserer Bürger- und Grundrechte zu gestalten.

Können Algorithmen die Demokratie gefährden? Wie gestalten wir unsere Gesellschaft in digitalen Zeiten menschenwürdig und grundrechtefreundlich? Darauf geht Prof. Dr. Indra Spiecker gen. Döhmann im TACHELES-Vortrag der Humanistischen Union am Dienstag, 14. November 2017, in Freiburg ein. Spannung und Diskussion garantiert!

Die Sondierungen für die nächste Bundesregierung sollen am 16. November zu Ende gehen. Nutzen wir jetzt die Chance und bringen uns bei den Verhandelnden für Bürgerfreiheiten und Datenschutz ein! Wie? Zum Beispiel mit dem Campact-Brief zur Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung. Einfach mitmachen! Aus den Reihen der Grünen und der FDP gab es schon erste Reaktionen auf die Initiative und auf einen offenen Brief, den unser Partner Deutsche Vereinigung für Datenschutz e.V. (DVD) federführend verfasst hat.

Nach Freiburgs Überwachungsausbau im Januar und dann Strobls Plänen vom Mai nun Mannheim: Die drittgrößte Stadt Baden-Württembergs möchte die Videoüberwachung in der Innenstadt ausweiten. Wir stellen uns klar dagegen und bieten Lösungsvorschläge für effektive Sicherheit und echte Freiheit an. Welche? Das könnt ihr in unserem Aufruf_gegen_Überwachung_MA nachlesen.

Auch die Humanistische Union Baden-Württemberg und der Chaos Computer Club Mannheim haben unseren Aufruf unterzeichnet.

Wir haben ihn an alle Fraktionen im Gemeinderat sowie deren Jugendorganisationen, an den Ersten Bürgermeister und an den Polizeipräsidenten geschickt. Auch die Presse (Rhein-Neckar-Zeitung und Mannheimer Morgen) haben wir informiert. Erste Wirkungen gab es schon: In den hitzigen Debatten im Sicherheitsausschuss hat man uns - wie wir erfahren haben - mehrfach mündlich erwähnt (leider nicht im Artikel). Noch dieses Jahr, im Dezember, wird über den Haushalt der Stadt Mannheim beraten - auch über die endgültige Zu- oder Absage der Überwachungsfinanzierung. Wir haben also noch etwas Luft und sind weiter gemeinsam im Einsatz - mögen die Spiele beginnen!