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Welche großen netzpolitischen Entwicklungen, Debatten und Projekte können wir in unserem Alltag in scheinbar kleinen (technischen) Routinen und Objekten wiederfinden - und dadurch greifbar machen? Unter dem Titel "Das Große hinter dem Kleinen - Gesichts-erkennung im Alltag. Komfort, öffentlicher Raum und (Gegen-)Strategien aus Kunst, Politik & Recht" bringen wir mit dem Start bei den Bundesweiten Aktionstagen für Netzpolitik & Demokratie einen Podcast dazu heraus. Seit 11.11.2020 könnt ihr die Folgen von "Power digital: Selbstbestimmt im Gespräch - der S.D-Podcast" hier auf unserer Homepage anhören. Bis 2.12.2020 gibt es jeden Mittwoch eine neue Folge.

AB JETZT hier zum Anhören: Folge 1, 2 und 3!

Power digital: Selbstbestimmt im Gespräch - der S.D-Podcast (Folge 1)
Power digital: Selbstbestimmt im Gespräch - der S.D-Podcast (Folge 2)
Power digital: Selbstbestimmt im Gespräch - der S.D-Podcast (Folge 3)

Interviews: Simon Vollmer, Valerie Brachmann, Jonas Vollmer // Moderation: Jonas Vollmer, Valerie Brachmann // Schnitt & Technik: Mareike Glöckner, Olav Seyfarth // S.D dankt allen Passant_innen in Mainz, Hamburg & Berlin!

Sites: "CV Dazzle", Adam Harvey, Ariana Dongus, Digitale Freiheit

Veranstaltungen & Aktionen zum Mitmachen: Virtuelle Podiumsdiskussion am 1.12.2020 "Gesichtserkennung in Europa" (HSRM, DAM) (Anmeldung online) // Kampagne #ReclaimyourFace und ein Überblicksartikel dazu auf heise.de

Film & Audio: Face it! (Gerd Conradt, 2019), Podcast Cosmo TECH (WDR, 2019)

Du willst deine Gedanken zu Gesichtserkennung in unsere Interviews mit Expert_innen einbringen? Schreib uns gerne: kontakt@selbstbestimmt-digital.de // Twitter: @Selbstb_Digital

Darum geht es: Meine Identität? Mein Gesicht! Biometrische Daten werden bei der (automatisierten) Gesichtserkennung systematisch genutzt, um die Identität einer Person zu bestimmen - für rechtliche, wirtschaftliche oder politische Zwecke. Ob im Alltag bei der Smartphone-Bedienung per Face ID, bei Grenzkontrollen und Reisen per Flugzeug, oder bei Überlegungen zur Videoüberwachung im öffentlichen Raum: Wo enden praktischer Komfort und Vorteile, wo beginnt demokratie- und freiheitsfeindliche Überwachung digital?

Zu diesem Spannungsfeld befragten wir vorab Bürger_innen in den Fußgängerzonen von Freiburg, Mainz, Hamburg und Berlin. Deren Antworten diskutieren wir im Audio-Interview mit Expert_innen. Unser Audio-Format ist ab dem 11. November online verfügbar. Dabei erkunden wir konkrete Möglichkeiten, wie wir als Einzelne im Alltag (in Routinen, mit Kunst und Maskerade) und als Gesellschaft (mit rechtlichen und politischen Strategien) mit Gesichtserkennung umgehen können.

Unsere Partner für die Bundesweiten Aktionstage Netzpolitik & Demokratie:

Logos der Partner: Landeszentralen für politische Bildung Baden-Württemberg und Berlin und ZKM

https://www.lpb-bw.de/ https://www.berlin.de/politische-bildung https://zkm.de/de

Versauert euch der kühle Sommer aktuell bisweilen die Laune? Seid ihr ohne Inspiration mangels Sonne? Dann gönnt euch einen Schub Inspiration aus dem Digitaltag 2020, der am 19. Juni bundesweit stattfand! Ob der Selbsttest zur Frage "Bin ich digital kompetent?", Chatbots und KI in der Weiterbildung, ein Spiel rund um Fake News oder IT-Sicherheits-Basiswissen in Video-Snacks - wir haben euch ein paar Link-Perlen zusammengesammelt. Klickt auf den Link zum Cryptpad und los geht die Entdeckungsreise - gerne dürft ihr natürlich eure Highlights aus dem Digitaltag 2020 im Pad ergänzen!

Der nächste Digitaltag ist am 18. Juni 2021.

Weitere Leselust? Wir haben Anfang des Jahres zusammen mit anderen NGOs, Journalist_innen und Institutionen in einem Workshop der Stiftung Neue Verantwortung zu Nachrichten- und Informationskompetenz mitgearbeitet. Hier geht's zum daraus entstandenen und nun veröffentlichten SNV-Paper: "Verstehen, was ist. Auf dem Weg in die nachrichtenkompetente Gesellschaft.".

Und falls ihr Lust auf's Anpacken alleine oder mit uns habt: Im November sind wieder die bundesweiten Aktionstage Netzpolitik & Demokratie. Wir freuen uns auf eure Mails und Tweets (@Selbstb_Digital) mit euren Ideen und Impulsen für Veranstaltungen und Aktionen!

Nun ist sie also da, seit dem 16. Juni 2020 - die Corona-Warn-App. Wir haben mit Freude die intensiven Debatten um die Datenspeicherung, Zugriffsfragen und Datenschutz mitverfolgt und mitgestaltet (siehe unser Radio-Interview). Die App scheint als Teil der Maßnahmen (Tests, Abstand, Hygiene etc.) zur Pandemie-Bekämpfung durchaus vielversprechend. Es gibt sehr gute Gründe, die App zu installieren. Und solche, die eher dagegensprechen. Dank Anne Schwarz (@akaer) und dem Ticker des D64 sowie einer exzellenten Pressemitteilung des FifF können wir euch einen ersten Überblick geben: für eure ganz selbstbestimmt digitale Entscheidung, bei der ein Blick auf die aktuell öffentlich kaum diskutierte alltägliche Datensammlungspraxis von Digitalkonzernen auch erhellend sein kann.

Anne Schwarz via D64-Ticker:

"Ist die App sicher? Kommt darauf an, wen man fragt. Prominente Vertreter der "Njet!"-Meinung kommen von Digitalcourage, TÜVit (wobei der scheinbar zurückrudert) und der Uni-Darmstadt; auf der anderen Seite stehen der Chaos Computer Club, Netzpolitik und Einzelpersonen wie z.B. Laura Sophie Dornheim, die an der App zwar auch viele Baustellen finden, diese aber für weniger riskant halten. Der CCC empfiehlt die Installation der App nicht - das machen die aus guten Gründen nie. Kein vehementer Protest bei so einem prominenten Datenschutz-Thema ist beim CCC aber fast schon ne Vertrauenserklärung (frei nach meinem schwäbsichen Schwiegerpapa „Net gschempft, isch g'lobt g'nuag.“)."

"Bringt sie überhaupt was zur Bekämpfung von Corona? Grundsätzlich kann sie was bringen, als Teil einer größeren Gesamtstrategie - aber wie effektiv sie sein wird, hängt von zu vielen Unbekannten ab (Infektionsraten, "Superspreader"-Events, wieviele Leute installieren das Teil etc.). Eine wirklich verlässliche Aussage auf wissenschaftlicher Basis traut sich gerade keiner zu treffen. Erfahrungsberichte anderer Länder, die ähnliche Technologien bereits einsetzen (drei Beispiele verlinkt hier Patrick Beuth bei SPON), sind zwar informativ, aber nicht direkt übertragbar. Es ist ein Experiment. Müssen wir also erstmal durchführen, um zu wissen was dabei rauskommt."

"Was gefällt netzpolitischen Expert:innen daran? Erstmal finden so ziemlich alle die Verwendung des dezentralen DP3T-Ansatzes gut, den er macht viele Schweinereien im Datenschutz schwerer oder unmöglich. Darüber hinaus loben der Chaos Computer Club und andere, dass der Quelllcode frei zugänglich ist (nämlich hier), und dass sich SAP und Telekom für Verbesserungsvorschläge wirklich interessieren und diese auch recht schnell und transparent lösen."

"Was gefällt netzpolitischen Expert:innen NICHT daran? Hier gibt es eine technische und eine politisch-gesellschaftliche Sicht. Technisch wird insbesondere das Thema Bluetooth (Angriffsfläche für z.B. Wurmloch-Attacken, Bluetooth Low Energy nicht auf allen Smartphones verfügbar) und die Google/Apple-Einbindung kritisch gesehen (z.B. von digitalcourage). Politisch-gesellschaftlich bemängelt u.a. Anke Domscheit-Berg in der ARD, das drei elementare Dinge bisher fehlen: einer harte Befristung (also terminiert), eine unbedingte Zweckbindung (App darf niemals für etwas anderes verwendet werden als den ursprünglichen Zweck) und eine Festschreibung der Freiwilligkeit. Letztere könnte man z.B. mit einem Begleitgesetz realisieren, wie es Eren Basar vom Deutschen Anwaltsverein oder Markus Beckedahl in netzpolitik vorschlägt."

"Erklärvideos und FAQs:
Ein schönes, kurzes Erklärvideo zum warum-wieso-und-wie hat die Süddeutsche auf ihrer Seite, auch der SPON hat eins zu bieten.
Einen sehr ausführlichen FAQ bietet netzpolitik, etwas weniger technisch ist die Tagesschau unterwegs."

(Danke, liebe Anne Schwarz, für diesen tollen Überblick!)

Außerdem gibt es noch Fragen hinsichtlich der kompatiblen Smartphones (eine schöne Übersicht hierzu bietet t3n), Schwachstellen in der Pseudonymität durch den Medienbruch (siehe dazu golem und bfdi.bund) sowie noch zu nehmenden Hürden, dass die App problemlos grenzüberschreitend in ganz Europa laufen kann.

Und hier gehts zur Pressemitteilung des FifF: https://www.fiff.de/presse/dsfa-corona-digiges

Wir in Europa und in der Welt: Vereint in einer Gesundheits-Krise, wie es sie seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat. Doch in der Corona-Pandemie entstehen in ganz Deutschland und Europa (digitale) Initiativen der Solidarität: Mitmachen zählt, jeder und jede - hier nur eine kleine Auswahl ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit:

Statt sich durch Fake News kirre machen zu lassen, sind jetzt Infos aus verlässlichen Quellen gefragt:

Für datenschützendes und grundrechtssensibles Arbeiten, Kollaborieren, Familie & Freunde kontaktieren sowie Home Office hat Digitalcourage eine spannende Liste an Tools aufgestellt.

Für (Klein-)Kinder zu Hause gibt es unter anderem Ideen bei den geschwister löwenstein, Julia Miller-Lissen bietet eine YouTube-Musikstunde zum Singen mit Kindern an. Und Basketballclub ALBA Berlin bietet täglich ein Schulsportprogramm von der Kita bis zur Oberstufe an.

Lehrkräfte finden für digitalen Unterricht und E-Learning Impulse unter anderem bei fobizz, Bits & Bäume, der PSE (HU) und auf dem Bildungsserver B.-Bra. Und hier gibt es Infos, was Arbeitgeber in puncto Corona und Datenschutz beachten müssen.

Das zeigt auch: Es wäre in der Krise gerade nicht angebracht, aus Angst Grund- und Bürgerrechte auszusetzen, insbesondere auf Dauer. Datenschutz und Grundrechte sind gerade JETZT wichtig! Dem Versuch, Datenschutz und Gesundheitsvorsorge gegeneinander auszuspielen (wie zuletzt in der FAZ), stellen wir uns entschieden entgegen, in Schulterschluss mit dem Ex-Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar und padeluun von digitalcourage. "Digitale Grundrechte müssen jetzt auf der Tagesordnung stehen", so Rainer Mühlhoff auf netzpolitik.org. Egal ist das der Bevölkerung nämlich trotz mancher Zweifel ganz und gar nicht, wie YouGov und SINUS 2018 zeigen. Zudem ist es kein Ding der Unmöglichkeit, Corona-Tracking und Datenschutz zusammenbringen, wie auch Anke Domscheit-Berg meint.

Unser Vorstandsmitglied Jonas Vollmer hat zu Datenschutz in der Corona-Pandemie und Plänen für eine Smartphone-App zur Virusbekämpfung ein Interview für Radio Dreyeckland gegeben.

Und: Im Windschatten der Corona-Pandemie darf die Demokratie nicht ausgehebelt werden, wie es nun offen in Ungarn droht - ein Alarmsignal für uns alle in Europa!

Mit Matthias Horx können wir die Krise auch als Chance begreifen: Lust, die vorgeschlagenen Ideen des WIRVSVIRUS-Hackathons von über 28.000 Bürger_innen der ganzen Republik jetzt mitzugestalten?

Seit 2018 beraten wir als Teil des Advisory Boards die Stadt Karlsruhe für die Bewerbung um den Titel "UNESCO Creative City of Media Arts". Nun, am 30. Oktober, gab die UNESCO Generaldirektion in Paris ihre Entscheidung bekannt: Karlsruhe hat den Titel bekommen und ist nun Creativ City of Media Arts - und damit UNESCO-Stadt!


Karlsruhe Media Arts RGB_____PNG, ©Stadt Karlsruhe

Wir gratulieren Karlsruhe zur Aufnahme in das weltweite Creative Cities Netzwerk. Wir als Bewerbungspartner freuen uns besonders, dass wir in Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen aus Kultur, Kreativwirtschaft, Forschung, Wissenschaft und der digitalen Open-Source-Szene sowie städtischen Gesellschaften und Dienststellen die UNESCO Generaldirektion in Paris überzeugen konnten.

Mehr Infos dazu gibt es in der Pressemitteilung der Stadt Karlsruhe sowie unter folgenden Hashtags:

#art #germany #digital #culture #unesco #karlsruhe #mediaart #bawü #visitkarlsruhe #mediaculture #unescocityofmediaarts #cityofmediaarts

#KarlsruheIstMedienkunst –#MedienkunstIstKarlsruhe

Es war seit unserer Gründung 2015 die bislang größte Ehrung unseres Engagements, die wir als S.D erhalten haben: Auf Vorschlag der Robert Bosch Stiftung waren wir zum Bürgerfest des Bundespräsidenten am 30. August 2019 auf Schloss Bellevue eingeladen, zusammen mit rund 4.000 anderen Bürgerinnen und Bürgern, die, so wörtlich in der offiziellen persönlichen Einladung, "das Ehrenamt in herausragender Weise mit Leben erfüllen".

Neben wunderbaren Köstlichkeiten aus den Gastländern Finnland und Nordrhein-Westfalen durften wir spannende Musik und Podiumsdiskussionen zu Bildung im 21. Jahrhundert erleben, sowie eine atemberaubende Licht-, Musik- und Lasershow zum Abschluss. Doch ganz besonders bereichernd war der Austausch mit anderen engagierten Menschen und Organisationen, die uns in unserem Tun und wir sie in ihrem inspiriert haben: Neben dem Deutschen Trachtenverband, Freiwilliger Feuerwehr und DLRG waren dies insbesondere der Kinderschutzbund Bundesverband, Wikimedia Deutschland und vor allem: das engagierte Team ehrenamtlicher Data Scientists von Correlaid.

So war es schließlich ein kleiner, aber feiner Sahnetupfen, als wir mit einer Mitarbeiterin des Bundespräsidenten in Kontakt kamen, die uns mit dem zuständigen Ressort rund um Digitalisierung in Kontakt bringen möchte. "Vertraut den neuen Wegen" ...

DANKE für diese Ehre und Inspirationen, DANKE an alle im Team von S.D und DANKE an alle unsere Partner-Organisationen, Freund_innen und Unterstützer_innen! So arbeiten wir gerne weiter: für eine menschenwürdige, demokratische digitale Gesellschaft!

Einige Impressionen:

Video zur Abschluss-Show

Personalisierte Werbung setzt gezielt an den (vermeintlichen) individuellen Wünschen, Hoffnungen oder auchBefürchtungen und Ängsten an, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und hierüber Entscheidungen der Adressierten zu beeinflussen. Auch im Kampf um Wählerstimmen kommt diese, auch als Mikrotargeting bezeichnete Methode zum Einsatz. Neben klar erkennbaren Werbebotschaften werden hierüber auch gezielt falsche Darstellungen (Fake News) transportiert, die auf unbewusster Ebene wirken sollen. Auch massenhaft von virtuellen Personen (Social Bots) in sozialen Netzwerken erzeugte Kommentare zielen auf eine unterschwellige Manipulation von Nutzerinnen und Nutzern ab.

Diese Methoden zur Beeinflussung demokratischer Meinungsbildung machen auch vor dem aktuellen Wahlkampf zur Europawahl 2019 nicht halt. Wer dies (er-)kennt, kann bewusster handeln und selbst-, statt fremdbestimmt zum Wahlergebnis beitragen.

Im Rahmen der Workshops unserer Reihe geben vier Impulse von Expertinnen und Experten einen Einblick in die Themen. Im Anschluss wenden die Teilnehmenden das neu gewonnene Wissen an, um im Gruppenpuzzle individuelle Fragen und Problemstellungen zu bearbeiten.

Themen

  • Europa und die Europawahl 2019
  • Fake News
  • Social Bots
  • Mikrotargeting

Expert*Innen:

  • Ingo Dachwitz, Redakteur bei netzpolitik.org
  • Saskia Esken, MdB und Mitglied der Enquete-Kommission für Künstliche Intelligenz
  • Reinhard Fischer, EDIC Berlin und Referent für Veranstaltungen und Kooperationen, Berliner Landeszentrale für politische Bildung
  • Nele Heise, Freie Medienforscherin und Referentin für digitale Medien und Kommunikation
  • Alexander Sängerlaub, Projektleiter „Desinformation in der digitalen Öffentlichkeit" der Stiftung Neue Verantwortung
  • Jonas Vollmer, Gründungsmitglied und Vorstand von Selbstbestimmt.Digital e.V.
  • Jens Gutsche, Gründungsmitglied von Selbstbestimmt.Digital e.V.

Termine und Veranstaltungsorte

08.05.2019, 18:30 – 21:00 Uhr, Quartiersmanagement Reinickendorfer Straße / Pankstraße, Prinz-Eugen-Straße 1, 13347 Berlin

13.05.2019, 18:30 – 21:00 Uhr, Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin

21.05.2019, 18:30 – 21:00 Uhr, Quartiersmanagement Reinickendorfer Straße / Pankstraße, Prinz-Eugen-Straße 1, 13347 Berlin

Weitere Informationen und die Anmeldungsoptionen unter: Berliner Landeszentrale für politische Bildung

Partner und Unterstützer der Veranstaltungsreihe:

Datenschutz und Demokratie hängen in den digitalisierten Gesellschaften Europas eng zusammen. Das hat Rainer Rehak vom FiFF beim 35C3 2018 aufgezeigt und ist Thema der CPDP 2019 in Brüssel.

Um die Zukunft der Demokratie wird es bei den Europawahlen vom 23. bis 26. Mai und den Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen im Herbst gehen.

Doch spätestens seit den US-Wahlen 2016 müssen wir uns auch in Europa fragen: Wie beeinflussen Soziale Netzwerke wie Facebook mit programmierten Algorithmen unsere Informationssuche und Meinungsbildung? Kann man Wahlen mit Künstlicher Intelligenz manipulieren? Wo liegt die politische Macht in der digitalen Demokratie, wo mein Einfluss mit meiner Stimme bei der Wahl?

Um uns und die BürgerInnen in Baden und Berlin für diese Fragen fit zu machen, arbeiten wir aktuell an einer Workshop-Reihe für Stadtteilzentren und SozialarbeiterInnen. Sie soll im April/Mai 2019 starten. Der Arbeitstitel steht und jedeR , der/die mitgestalten möchte, ist herzlich willkommen: „Wir haben die Macht. Wie Algorithmen und Social Bots uns bei der Europawahl beeinflussen und wie wir durch unsere Wahl Einfluss ausüben können.”

Datenschutz und Demokratie ganz praktisch im Alltag erleben?

Dabei helfen der Europäische Datenschutztag am 28.01. und der Safer Internet Day am 05.02. Aktuelle Infos rund um Netzpolitik, Privatsphäre und Datenschutz im Alltag gibt es u.a. im fluter, bei netzpolitik.org, heise.de und in den Videos vom Chaos Communication Congress (35C3) in Leipzig. Vorschläge für die politische Gestaltung von Digitalisierung und Privatsphäre findet ihr u.a. bei EDRi, bei digitalcourage und bei unserem Partner Digitale Gesellschaft.

Digitale Selbstverteidigung lernt ihr bei uns, Selbstbestimmt.Digital, auf Cryptoparties, z.B. beim Chaos Computer Club Freiburg, oder auch bei Jens Glutsch in seiner Manufaktur. Tipps für Tools im digitalen Alltag gibt’s bei unseren Partnern von Project Privacy.

Am 14. Oktober könnt ihr im ZKM in Karlsruhe ein demokratisches Streitgespräch führen: "Künstliche Intelligenz - der Schlüssel für die Arbeitswelt von morgen?"

Am 27. September waren wir mit dem Film DEMOCRACY in Berlin, und zwar im Rahmen der Privacy Week Berlin 2018. Mit dabei: Digitale Gesellschaft e.V., die Berliner Landeszentrale für politische Bildung und Regisseur David Bernet!

DSGVO und Datenschutz ganz praktisch? Am 20. September haben wir dazu eine "Frag-mich-alles"-Session auf dem Festival der Zivilgesellschaft der Robert Bosch Stiftung in Erfurt gestaltet.

Von 21. - 24. September haben wir auf der Freedom not Fear 2018 in Brüssel folgendes Thema präsentiert: "Empowering people by public screening? On film projects, fishbowl methods and artificial intelligence".

Wir freuen uns auf den Oktober, gerne mit euch ...

... und eurer Unterstützung gegen den Überwachungsausbau in Mannheim!

Am Dienstag, 21. August '18, haben wir mit unserem Stand in der Innenstadt Freiburgs über automatisierte Videoüberwachung aufgeklärt - das große Interesse unter den Passanten hat uns sehr gefreut und bestärkt. Unser Resümee gibts hier (oder einfach runterscrollen...).

Wir bleiben an aktuellen Entwicklungen dran: So wenden wir uns zusammen mit der Humanistischen Union Baden-Württemberg gegen die Pilotprojekte zur Ausweitung der Videoüberwachung in Mannheim: Wir haben den Offenen Brief des Grünen Ortsverbands Neckarstadt (Kreisverband Mannheim) an die Stadt Mannheim mit unterzeichnet. Auch ihr könnt dabei sein - setzt ein Zeichen gegen Überwachung und unterschreibt den Offenen Brief im Petitionsformat! Echte Sicherheit und wahre Freiheit für alle im öffentlichen Raum kann nur durch mehr Beleuchtung, gepflegte Innenstädte und Plätzesowie mehr Polizeipräsenz und nachhaltige Sozial- und Präventionsarbeit gelingen. Denn Kriminalität hat soziale Ursachen, die man an der Wurzel anpacken muss statt an den Symptomen herumzuexperimentieren. Und ja, ein genauer Blick auf die aktuelle Kriminalitätsentwicklung in Deutschland und seinen Städten hilft auch sehr dabei, Augenmaß und Ruhe zu bewahren...

Wie der Ausbau der Überwachung des öffentlichen Raumes zudem unsere Demokratie dauerhaft zerstören kann, zeigt Alexander Lehmans Video "Wir lieben Überwachung!" in knapp sieben Minuten ironisch und tiefgründig. Absolut sehenswert!

Automatisierung und Künstliche Intelligenz thematisieren wir übrigens nicht nur in puncto Überwachung, sondern auch im Kontext der Arbeitswelt - mit einem demokratischen Streitgespräch zwischen Experten und Publikum am 14. Oktober im ZKM in Karlsruhe. Nähere Infos gibts auch unter dem Reiter "Veranstaltungen" auf unserer Seite hier. Seid willkommen, auch in Karlsruhe!